Matthias Nowak
erklärt, warum zehn Minuten Gehirntraining pro Tag viel auswirken können.
Seit Generationen ist der Schützenverein Walde–St. Gallenkappel nicht mehr aus dem Dorf wegzudenken. Mit rund 80 Mitgliedern, sportlichen Erfolgen und dem Pantherschiessen bleibt er bis heute aktiv und präsent.
Region Der Schützenverein Walde–St.Gallenkappel blickt auf eine lange und traditionsreiche Geschichte zurück. Seine Wurzelnreichen bis ins 19. Jahrhundert: Den Schützenverein Walde gibt es seit 1884, den in St.Gallenkappel-Rüeterswil seit 1880. Im Jahr 2000 schlossen sich die beiden Vereine zusammen. Einer, der diese Entwicklung aus nächster Nähe miterlebt hat, ist Werner Rüegg. Er ist technischer Leiter des Vereins und seit 1978 Mitglied – damals noch im Schützenverein Walde. «Ich bin durch meinen Vater zum Schiessen gekommen», erzählt Rüegg. Was als familiäre Tradition begann, ist für ihn längst zur Leidenschaft geworden.
Heute zählt der Verein rund 80 Mitglieder, davon 30 mit Lizenz, dieaktiv am Schiessbetrieb teilnehmen. Zehn Jungschützen gehören ebenfalls dazu. Um auch passive Mitglieder einzubinden, organisiert der Verein regelmässig gemeinsame Aktivitäten wie Wanderungen und Anlässe im Dorf. «Bei uns steht vor allem der Spass und die Freude am Schiessen im Mittelpunkt», betont Rüegg. Trainiert wird etwa alle zwei Wochen im Schützenhaus Cholloch. Jeweils donnerstags und samstags für vier Stunden auf fünf Scheiben. An den Wochenenden ist der Verein häufig auswärts unterwegs: Die Mitglieder besuchen bis zu 45 Schiessanlässe in der Region. Auch sportlich kann sich der Schützenverein Walde-St.Gallenkappel sehen lassen: Besonders stolz ist man auf die Erfolge der Veteranen. 2024 und 2025 wurden sie Kantonalmeister. Und ein weiteres Highlight steht bereits bevor: Die 30 lizenzierten Mitglieder nehmen im Juni am Eidgenössischen Schützenfest in Chur teil.
Noch davor geht es aber ab dem 24. April ans vereinseigene Pantherschiessen, das seit 2008 alle zwei Jahre stattfindet. Der Name geht auf eine aussergewöhnliche Geschichte zurück: 1933 entkam ein Panther aus dem Zürcher Zoo und sorgte für Aufregung in der ganzen Schweiz. Das Tier flüchtete bis nach Walde, wo es schliesslich von einem Einheimischen erlegt wurde. Diesem Einheimischen zu Ehren heisst der Anlass nun Pantherschiessen. Für den Verein hat sich das Pantherschiessen zu einem wichtigen Pfeiler entwickelt. «Die Einnahmen aus der Festwirtschaft helfen, den Verein aufrechtzuerhalten», erklärt Rüegg. Neben dem sportlichen Wettkampf gibt es auch ein Rahmenprogramm, das Familien, Sponsoren und Interessierte anspricht. Rund 750 bis 800 Schützen werden in diesem Jahr erwartet.
Wie viele Vereine steht auch der Schützenverein Walde–St.Gallenkappel vor Herausforderungen. Besonders die Nachwuchsgewinnung gestaltet sich schwierig. «Viele Eltern stehen dem Schiessen skeptisch gegenüber», sagt Rüegg. Dabei werde im Verein grosser Wert auf Sicherheit gelegt. Die Gewehre werden nicht zuhause aufbewahrt, sie werden erst vor dem Schiessen geladen. «Ein Küchenmesser kann meiner Meinung nach gefährlicher sein», so Rüegg. Er empfiehlt Skeptikern, sich bei einem Schützenfest vor Ort ein Bild zu machen. «Und es wäre schön, wenn sich Eltern aktiv mit dem Thema befassen, wenn ihr Kind Interesse am Schiessen zeigt», fügt er hinzu. Trotz dieser Hürden blickt der Verein optimistisch in die Zukunft. Mit einem insgesamt jungen Team und einer starken Verankerung im Dorfleben bietet der Schützenverein eine Plattform, die Generationen verbindet: von Jungschützen ab zehn Jahren bis hin zu Mitgliedern über 90. Für Werner Rüegg ist klar: «Wer Gemeinschaft, Tradition und Freude am Schiessen sucht, ist bei uns genau richtig.» Weitere Informationen unter: www.waldesg.ch/Schuetzen/.
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⋌shs
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