Miss Helvetia
tritt am 16. Oktober mit ihrem neuen Album im Dömli in Ebnat-Kappel auf.
Von Parkplatznot kann in Schmerikon keine Rede sein, meint Belinda Büchi.
Viele fragen sich: Was passiert, wenn die Initiative angenommen wird? Das Dorfzentrum soll ohne Tiefgarage aufgewertet werden, es entsteht mehr Raum für Begegnungen, dafür fallen im Westen einige Parkplätze weg. Leiden dann unsere Geschäfte darunter? Finden Kundinnen und Kunden noch einen Parkplatz? Auch ich habe mir diese Fragen gestellt und in den vergangenen Wochen bewusst darauf geachtet, wie stark die bestehenden Parkplätze in Schmerikon ausgelastet sind.
Von Parkplatznot keine Spur
Meine Beobachtung ist eindeutig: Von Parkplatznot kann keine Rede sein. An einem Sonntagabend waren vom Denner bis weit hinten ins Seefeld fast alle Parkplätze frei – und das war keineswegs eine Ausnahme. Im westlichen Bereich hingegen waren die Plätze deutlich besser belegt. Vermutlich stehen dort viele Autos von Anwohnern oder anderen Dauerparkierenden.
Parkplätze am richtigen Ort
Für unser Gewerbe sind Parkplätze wichtig. Entscheidend ist aber, dass die Kundschaft beim Bäcker, Metzger oder in anderen Läden im Dorfzentrum gut erreichbare Kurzzeitparkplätze findet. Wer sein Auto hingegen den ganzen Tag abstellt oder einen Dauerparkplatz benötigt, muss nicht zwingend mitten im Dorfzentrum parkieren.
Soll die Allgemeinheit zahlen?
Es kann kaum Aufgabe der Steuerzahler sein, eine millionenteure Tiefgarage zu finanzieren, um private Parkbedürfnisse zu decken. Wir Schmerkner müssen unseren Parkplatz schliesslich ebenfalls selbst organisieren und bezahlen. Ehrlich gesagt: Bei den hohen Baukosten müsste ein Dauerparkplatz vermutlich für rund 350 Franken pro Monat vermietet werden, damit die Rechnung überhaupt einigermassen aufgeht. Wer bezahlt das in Schmerikon? Da stellt sich auch die Frage, wer von der Tiefgarage am Ende wirklich profitiert: die Allgemeinheit und das Gewerbe oder eher Besitzer von Liegenschaften, deren Immobilien durch zusätzliche Parkplätze an Wert gewinnen?
Und dann noch die Baustelle
Nicht zu unterschätzen ist die Bauzeit. Die Geschäfte müssten während Jahren mit Lärm, Einschränkungen und einer erschwerten Erreichbarkeit leben. Lange Baustellen können gerade für kleinere Geschäfte zum Problem werden.
Ein paar Parkplätze
weniger sind verkraftbar
Schmerikon kann sich einige Parkplätze weniger im Dorfzentrum leisten, wenn die verbleibenden Plätze konsequent für Kurzzeitparkierende reserviert und die Parkplätze im Osten besser genutzt werden. So können wir uns eine millionenteure Tiefgarage, das Risiko steigender Kosten und ein jahrelanges Baustellenloch mitten im Dorf sparen. Bei einer Tiefgarage im Seegrund ist das Risiko von Kostenüberschreitungen kaum von der Hand zu weisen. Wir brauchen keine Luxus-Tiefgarage. Wir brauchen die richtigen Parkplätze am richtigen Ort. Deshalb stimme ich mit voller Überzeugung Ja zur Initiative und zu einer bezahlbaren Aufwertung unseres Dorfzentrums.
Belinda Büchi, Schmerikon
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