Myriam Holenstein
setzt sich mit dem Verein Tierdörfli Schweiz Bosnien für Strassenhunde ein.
Mirko Hüppi blickt auf seine – vorerst – letzte Grasski-Saison zurück: Der Gesamtweltcup blieb ausser Reichweite, doch mit einer WM-Bronzemedaille und neuen Zukunftsplänen zwischen Sport, Beruf und Privatleben zieht der Gommiswalder eine positive Bilanz – und lässt eine Rückkehr auf die Piste offen.
Gommiswald Für seine letzte Saison als aktiver Grasskifahrer steckte sich Mirko Hüppi ein ambitioniertes Ziel: den Gewinn des Gesamtweltcups. Mit Rang 4 blieb ihm dieser zwar verwehrt, wirklich überraschend kam das für ihn jedoch nicht. «Schon früh zeichnete sich ab, in welche Richtung es geht», sagt Hüppi. Spätestens nach den Resultaten an der Weltmeisterschaft – Rang 8 im Super-G und Slalom sowie Rang 15 im Riesenslalom – sei klar gewesen, dass es nicht reichen würde. Umso erfreulicher war für ihn der dritte Platz in der Superkombination. Da ihn die Arbeit in der eigenen Schreinerei stark beanspruchte und das Training entsprechend kürzer ausfiel, zeigt er sich mit dem Saisonergebnis insgesamt zufrieden.
Beim Weltcupfinale in Italien fuhr Hüppi sein vorerst letztes Rennen. Schmunzelnd erinnert er sich dabei an eine Wette mit dem Schweizer Ralph Zuberbühler: «Aus Spass sagte ich, dass ich noch eine Saison anhänge, falls er mich schlägt.» Bis dahin war dieser Hüppi noch nie überlegen gewesen und stand auch noch auf keinem Podest. «Am Ende hat er mich nicht nur besiegt, sondern gleich das Rennen gewonnen», erzählt Hüppi. Ob und in welcher Form er seine Wettschulden einlösen wird, ist noch offen. Unabhängig davon schliesst er weitere Einsätze jedoch nicht aus. «Vielleicht nehme ich nochmals an einer WM teil», sagt er. Diese umfasse lediglich vier Rennen innerhalb einer Woche und sei deutlich weniger zeitintensiv als eine ganze Saison.
In einem Punkt ist sich Mirko Hüppi jedoch sicher: Ganz hinter sich lassen wird er den Grasskisport nie. «Wenn ich meine Karriere endgültig beende, werde ich weiterhin hobbymässig fahren», sagt er Zudem kann er sich vorstellen, sich später im Vorstand von Swiss Grasski zu engagieren oder junge Talente aus der Region zu fördern. Insgesamt ist er gespannt, wie die Zukunft des Grasskisports aussieht. «Da es im Winter immer weniger Schnee gibt, könnte er eine echte Alternative werden», meint er. «Es wäre schön, wenn Grasskifahren nicht länger nur eine Randsportart bliebe.» Derzeit stehen für ihn jedoch private Projekte im Vordergrund. Sein Eigenheim, an dem er vieles selbst realisiert hat, steht kurz vor der Fertigstellung. «Und im Sommer heirate ich», ergänzt Hüppi. Langweilig wird es ihm dementsprechend bestimmt nicht.
⋌shs
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