Félix Brunschwiler
zeigt sich enttäuscht über das Nein zur Tiefgarage in Schmerikon.
Der Bütschwiler Maurer Robin Hollenstein hat an den WorldSkills in Shanghai die Silbermedaille gewonnen. Die Freude darüber ist auch bei seinem Chef Damian Oberhänsli-Manser gross.
Region Damian Oberhänsli-Manser ist Geschäftsleiter der Oberhänsli Bau AG und der Vorgesetzte von Robin Hollenstein. Auf dessen Leistung an den WorldSkills ist er sehr stolz. Als die Entscheidung an der Schlusszeremonie fiel, sass er gemeinsam mit seiner Familie vor dem Fernseher. Über einen eigens eingerichteten Chat hatte der Betrieb den Wettkampf laufend mitverfolgt. Als feststand, dass Robin die Silbermedaille gewonnen hatte, sei die Freude riesig gewesen. «Die erste Reaktion war pure Überwältigung», so Damian. Schon kurz nach der Bekanntgabe trafen zahlreiche Glückwünsche ein. «Auf dem Natel stand die Nachrichtenflut nicht mehr still. Fotos, Videos und Glückwünsche erreichten uns in grosser Zahl.» Auch auf dem WhatsApp-Status des Unternehmens wurde der Erfolg sofort geteilt, was noch mehr positive Reaktionen auslöste. «Ich nehme an, Robins Natel kam ebenfalls kaum mehr zur Ruhe.»
Für Damian und sein Unternehmen bedeutet die Auszeichnung viel. «Für mich und für die Firma ist es eine Ehre, dass wir ihm einen Ausbildungsplatz anbieten durften, denn er hatte sich schon früh für unsere Firma entschieden», sagt er. Die Silbermedaille sorge für eine positive Wahrnehmung des Betriebs und könne gleichzeitig ein Ansporn für andere junge Berufsleute sein. «Es motiviert hoffentlich weitere Lernende, sich mit vollem Einsatz zu engagieren.» Dass Robin das Zeug für eine Spitzenplatzierung besitzt, sei für Damian von Anfang an klar gewesen. «Ich habe ihm alles zugetraut», sagt er. «Wenn an den Wettkampftagen alles zusammenpasst, kann er ganz vorne mitkämpfen.» Und genau das hat der junge Maurer in Shanghai eindrücklich bewiesen. Besonders stolz ist Damian auf die Art und Weise, wie Robin den Erfolg erreicht hat. «Für einen solchen Wettkampf braucht es neben dem nötigen Geschick auch weitere Eigenschaften, über die Robin verfügt und die er voll umsetzen konnte.» Als Beispiele nennt er seine ruhige und überlegte Art, die ihm in anspruchsvollen Situationen geholfen habe.
Vor den WorldSkills absolvierte Robin zahlreiche Trainingseinheiten und stand deshalb nur gelegentlich im regulären Arbeitseinsatz. Neben fachlichen Trainings standen auch Mentaltrainings auf dem Programm. «Wir konnten ihn vor allem dadurch unterstützen, dass wir ihm den nötigen Freiraum dafür gewährten», sagt Damian. Wenn Robin zwischen den Trainingsphasen im Betrieb arbeitete, wurde bewusst darauf geachtet, dass er auch abschalten konnte. «Ich habe ihn dann nicht für Maurerarbeiten eingeteilt. Ich bin der Meinung, dass ihm das guttat.» Nach der Silbermedaille in Shanghai stand Damian bereits schriftlich in Kontakt mit Robin. Dieser sei stolz auf das Erreichte. «Sicher ist er überwältigt vom gesamten Anlass der World-Skills und von den zahlreichen Rückmeldungen und Reaktionen auf seine Teilnahme und den erzielten Erfolg.» Nun hofft Damian, dass sein Mitarbeiter die letzten Tage in Shanghai und anschliessend die Zeit zu Hause im Kreis seiner Familie geniessen kann. Auf das ausführliche Gespräch mit dem erfolgreichen Maurer ist er sehr gespannt. «Es ist für uns alle spannend, zu erfahren, wie er das Ganze erlebt hat», sagt er. Gleichzeitig freue man sich darauf, ihn bald wieder im Betrieb begrüssen zu dürfen. «Natürlich sind wir letztlich auch sehr froh, wenn er wieder in der Firma ist und uns bei den stets spannenden Herausforderungen mit seinem Wissen und Können unterstützt.»
Bevor der Arbeitsalltag für Robin jedoch wieder beginnt, wird sein Erfolg gebührend gefeiert. Am Montag, 5. Oktober, organisiert die Oberhänsli Bau AG einen Anlass für die Belegschaft, Freunde, Bekannte und alle, die Robin auf seinem Weg unterstützt haben. Für die Zukunft gibt Damian seinem Mitarbeiter eine klare Botschaft mit auf den Weg: «Robin, ich hoffe, wir dürfen noch lange auf dich zählen. Bewahre dir diese Motivation und Begeisterung für das Handwerk und den Beruf des Maurers.» Der Betrieb freue sich darauf, ihn auch bei den nächsten beruflichen Schritten zu begleiten. Robin habe sich bereits entschieden, gemeinsam mit einigen Arbeitskollegen
die nächste Weiterbildung in Angriff zu nehmen. «Auch dabei gilt es, mit Freude und grossem Interesse an neue Herausforderungen heranzutreten», sagt sein Chef.
Shannon Senn
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