Félix Brunschwiler
zeigt sich enttäuscht über das Nein zur Tiefgarage in Schmerikon.
Jürg Huber organisiert die Gemeineviehschau am Kaltbrunner Jahrmarkt.
Jürg Huber ist Meisterlandwirt und Präsident des Braunviehzuchtvereins Kaltbrunn. Mit diesem organisiert er die Gemeindeviehschau am Kaltbrunner Jahrmarkt. Die Viehschau findet am 6. Oktober statt.
Jürg Huber, welche Bedeutung hat die Gemeindeviehschau für den Braunviehzuchtverein Kaltbrunn und für die Bevölkerung?
Für den Braunviehzuchtverein ist dieser Anlass Öffentlichkeitsarbeit. Er dient der Förderung des Züchternachwuchses und der Viehzucht sowie der Pflege des Brauchtums. Für die Bevölkerung wird mit der Viehschau der Kaltbrunner Jahrmarkt eingeläutet.
Die Tiere werden teilweise geschmückt und mit Treicheln durch das Dorf geführt. Wie wichtig ist dieser Brauch für die Viehschau?
Der Einzug bietet der nicht landwirtschaftlichen Bevölkerung die Gelegenheit, die Bauern, das Vieh, die Tradition und das Brauchtum hautnah mitzuerleben. Das Schmücken drückt den Respekt und die enge Bindung zu den Tieren aus.
Ein Höhepunkt ist sicherlich auch die Wahl der verschiedenen Missen.
Genau. An jeder Gemeindeviehschau werden Missen gewählt, die dann an der regionalen Miss Linth Braunvieh in Schänis und Miss See und Gaster Fleckvieh in Benken teilnehmen. Somit vertreten die Missen den Viehzuchtverein am Finale der Schauen. In Kaltbrunn wird die regionale Miss Original Braunvieh gekürt.
Auch Kinder werden integriert, indem sie an einem Malwettbewerb mitmachen können.
Uns ist es sehr wichtig, den Anlass für die ganze Familie attraktiv zu gestalten. Denn die Kinder sind das Fundament der Zukunft. Dank grosszügigen Sponsoren ist es uns möglich, viele schöne Preise zu verleihen.
Und hat sich die Viehzucht in Kaltbrunn in den vergangenen Jahren verändert?
Definitiv. Agrarpolitik und verschiedene Betriebsausrichtungen haben Veränderungen beim Zuchtziel gebracht. Früher wurde in unserer Gemeinde hauptsächlich Braunvieh gehalten. Heute sind verschiedene Milchrassen, aber auch Doppelnutzungsrassen (Milch und Fleisch) bei uns zuhause.
Welche Herausforderungen beschäftigen die Züchterinnen und Züchter heute am meisten?
Die Konkurrenz durch günstigere Importe aus dem Ausland. Sie gefährdet die Wettbewerbsfähigkeit einheimischer Erzeugnisse. Zudem erschweren die steigenden Produktionskosten und die teilweise extremen Wetterverhältnisse die tägliche Arbeit.
Zum Schluss: Was wünschen Sie sich für die diesjährige Viehschau?
Dass es ein schönes Zusammentreffen der Dorfbevölkerung und dem Bauernstand gibt und dass wir viele Besuchende mit regionalen Produkten in unserer Festwirtschaft verwöhnen dürfen. Aber am meisten freue ich mich auf den Einzug mit meiner Familie, den Freunden und dem Vieh sowie auf viele strahlende Kinderaugen auf dem Schauplatz.
Shannon Senn
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